ERP-Systeme sind das technologische Herzstück jedes Unternehmens. Die digitale Evolution führt dazu, dass permanent neue Möglichkeiten intelligenter Digitalisierung entstehen und ERP-Systeme im Laufe der Jahre immer wieder angepasst und erweitert werden. An sich kein Problem. Doch irgendwann sind die Systeme selbst so veraltet, dass sie zur Innovations- und Erfolgsbremse des Unternehmens werden.
Ältere ERP-Systeme unterliegen Performance-Restriktionen, die sich nicht einfach durch neue Hardware lösen lassen. Zudem sind ERP-Systeme schon im Standard immer komplexe Gebilde. Erweiterungen, Modifikationen und die Verwendung von Schnittstellen erhöhen die Komplexität im Laufe der Jahre zusätzlich, was in verschiedener Hinsicht problematisch ist:
Negative Konsequenzen steigender Komplexität
- Je komplexer ein System, desto schwieriger und teurer wird der Betrieb (TCO = Total Cost of Ownership).
- Fehler und Ausfälle häufen sich. Im Worst Case wird das gesamte System instabil.
- Es sind mehr Knowhow und Ressourcen für den Betrieb erforderlich.
- Jede folgende Erweiterung wird immer schwieriger und damit teurer.
Die Komplexität zu reduzieren, ist aufgrund der nötigen Rückwärtskompatibilität nicht leicht – weder für den Hersteller noch für anwendende Unternehmen. Langfristig provoziert ein schwerfälliges, hochkomplexes ERP-System eine Abwärtsspirale, die sich von der Technologie aus auf den gesamten Unternehmenserfolg auswirkt.
Veraltete ERP-Systeme lösen eine Abwärtsspirale aus
- Es werden immer mehr Ressourcen in der Aufrechterhaltung des status quo gebunden.
- Das Unternehmen verliert seine Innovationsfähigkeit in vielen Bereichen, die vom ERP-System abhängen, zum Beispiel bei der Adaption neuer digitaler Geschäftsmodelle. Wenn das ERP mit einem modernen Shop- oder einem Abo-Bezahlmodell nicht umgehen kann, ist Innovation in diese Richtung stark behindert.
- So kommt es zu einer mittelbaren Auswirkung auf den Geschäftserfolgt insgesamt und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens kann gefährdet sein.
In der Praxis finden sich solche Szenarien regelmäßig: Ein Mitarbeiter hat eine Idee beispielsweise zu einer App, die das Vertriebsteam ideal unterstützen könnte. Beim Versuch der Umsetzung hört er von der IT dann allerdings nur Bedenken und Gründe, warum die Idee NICHT realisierbar ist. Denn das ERP-System ist zu alt und daher unflexibel. Die Umsetzung würde Monate dauern, selbst wenn alle Ressourcen auf dieses Projekt fokussiert würden. Der Wettbewerb hat es in solchen Fällen natürlich leicht vorbeizuziehen.
Unternehmen, die die technologischen Möglichkeiten nicht ausschöpfen, werden in Zukunft immer schneller vom Markt verschwinden. Denn der Innovationsdruck nimmt weiter zu. Cloud-Lösungen und künstliche Intelligenz schaffen mehr Effizienz und ermöglichen intelligentere Produkte und Entscheidungen. Statt an einem alten System festzuhalten, um vermeintlich Aufwand und Kosten zu sparen, sollten Unternehmen jetzt handeln, um die Basis ihres Erfolgs nachhaltig für die Zukunft fit zu machen.
Wie sieht ein zeitgemäßes ERP-System aus?
Ein starkes ERP-System ist so einfach gestaltet wie möglich. Es verfügt über einen stabilen Kern für zentrale Prozesse (Supply Chain, Produktion, Faktura etc.) sowie innovative Komponenten (Analytics, IoT, mobile Lösungen, digitale Produkte, Marktplätze wie Ariba, Cloud-Lösungen wie SuccessFactors), die es dem Unternehmen ermöglichen, seine Stärken effektiv an den Markt zu bringen. Für den Erfolg im Geschäftsalltag spielt allerdings nicht nur die technologische Basis eine wichtige Rolle, genauso wichtig ist eine hohe Benutzerakzeptanz. Denn die beste Innovation hilft nichts, wenn sie von den Mitarbeitern nicht genutzt wird.
Die ersten Schritte auf dem Weg zum neuen ERP-System
Wenn Sie sich entscheiden, die digitale Transformation proaktiv voranzutreiben und sich von der Erfolgsbremse des veralteten ERP-Systems lösen wollen, gehen Sie systematisch vor.
Machen Sie Ihre Hausaufgaben: Räumen Sie im aktuellen System auf. Kümmern Sie sich um Archivierung, Unicode Migration und die Konsolidierung von Custom Code, um eine spätere Transition einfacher zu gestalten.
Sammeln Sie Erfahrung: Machen Sie Pilotprojekte, testen Sie neue Technologie, bauen Sie internes Knowhow auf, um das Gesamtthema auch selbst besser beurteilen zu können.
Beobachten Sie den Markt und adaptieren Sie funktionierende Strategien: Was macht SAP? Was macht der Wettbewerb von SAP? Wie entwickelt sich die eigene Unternehmensstrategie?
Das Projekt „Neues ERP-System“ lässt sich nicht über Nacht realisieren, ist aber notwendig, um die technologische Basis für zukünftigen Erfolg zu schaffen.
Sie wollen die Handbremse lösen und Ihr ERP modernisieren? Gehen Sie das Projekt von Anfang an ganzheitlich und strategisch an. Nutzen Sie meine langjährige Expertise! Ich berate Sie gern.